Über mich
Veronika Kaleja arbeitet als Kostüm- und Bühnenbildnerin, burleske Performancekünstlerin an der Schnittstelle von Musiktheater, Tanz und visueller Gestaltung. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen ästhetische Figuren- und Bildwelten, in denen Kostüm als dramaturgisches und poetisches Medium verstanden wird, das Körper, Raum und Identität in Beziehung setzt. Ihre Praxis verbindet konzeptionelle Klarheit, künstlerische Vision und kollaborative Prozessgestaltung im Musiktheater.
Zu ihren aktuellen Arbeiten zählt die Kostümausstattung der halbszenischen Opernproduktion „Otto“ (Händel / Telemann) bei den 27. Magdeburger Telemann-Festtagen 2026 im Opernhaus Magdeburg. Eine enge künstlerische Zusammenarbeit verbindet sie mit der Regisseurin Claudia Isabel Martin, mit der sie unter anderem das Bühnen- und Kostümbild für das Barock-Musiktheater „Was frag ich nach der Welt!“ im Rokokotheater Schwetzingen sowie die Kostüme für Mozarts „Don Giovanni“ am Opernhaus Wuppertal und zuletzt für „Otto“ realisierte.
Weitere Arbeiten im Musiktheater entstanden an der Staatsoper Hannover und der Jungen Oper Hannover, darunter das Bühnenbild für „Babbel“ (Regie: Neil Barry Moss), das Bühnen- und Kostümbild für „Wie klingst du?“ (Regie: Friederike Karig) sowie die Kostüme für „Der sanfte Riese“ und „Das Märchen vom Märchen im Märchen“. Zudem verantwortete sie die Kostümbilder der Opernbälle „Wie im Traum“ und „Hallo, Wien!“.
Neben ihrer Tätigkeit im institutionellen Musiktheater entwickelt sie burleske Performanceformate sowie Figuren- und Kostümkonzepte für die freie Szene. In ihrer pädagogischen Arbeit als Tanz- und Performancepädagogin stehen Körperbewusstsein, Ausdruckskraft und kreative Selbstwirksamkeit im Zentrum.
Veronika Kaleja ist Fachgruppensprecherin der GTKos (Gesellschaft der Theater- und Kostümschaffenden e. V.) und engagiert sich für die Weiterentwicklung des Berufsfeldes Kostümbild mit Fokus auf Austausch, Teilhabe und Weiterbildung. Sie initiiert Formate wie Stammtische und Austauschplattformen, die den kollektiven Dialog und die strukturelle Weiterentwicklung im Kostümbild stärken.
Von 2013 an war sie als Ausstattungsassistentin am Staatstheater Braunschweig tätig, wo sie Einblicke in Produktionsplanung, Werkstätten und Probenprozesse erhielt. Von 2015 bis 2019 arbeitete sie als Kostüm- und Bühnenbildassistentin an der Staatsoper Hannover und war dort in die Produktionsprozesse des Musiktheaters eingebunden, insbesondere in die praktische Umsetzung, Koordination und Zusammenarbeit im künstlerischen Team.
Nach frühen Hospitanzen in Film-, Theater- und Tanzproduktionen studierte sie Szenografie/Kostüm bei Prof. Maren Christensen an der Hochschule Hannover. Bereits während des Studiums entwickelte sie eigene Kostümarbeiten für Opernproduktionen an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie für den mehrfach ausgezeichneten Kurzfilm „Tschüss Papa“ und erweiterte damit früh ihr Verständnis für die Verbindung von visueller Gestaltung und narrativer Struktur.
Parallel dazu hospitierte sie bei Gudrun Leyendecker in historischen Film- und Dokumentarfilmproduktionen für ARD, arte und SAT.1, unter anderem bei „Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt“, „Münchhausen – Die Geschichte einer Lüge“ sowie „Die Macht der Leidenschaft“. Diese Arbeit vertiefte ihr Verständnis für historische Stoffe, Produktionsabläufe und visuelle Erzählstrategien im professionellen Kontext.
Prägend für ihre künstlerische Haltung ist die frühe Arbeit an der Movimentos Akademie in Wolfsburg. Dort war sie bereits vor dem Studium in der Kostümleitung bei Petra Beyer im Rahmen der Movimentos Kostümdesign-Klasse tätig und sammelte erste intensive Erfahrungen in interdisziplinären Arbeitsprozessen zwischen Tanz, Kostüm und Performance.
Veronika Kaleja ist Mitglied im Szenografie-Bund E.V. und Fachgruppensprecherin “Kostümbild” in der Gesellschaft der Theater und Kostümbildschaffenden